Archiv "Aktuelles"

3. April 2023

FREIPLÄTZE ZU VERGEBEN!

Kostenlos mitsegeln? Sicher‘ dir einen der begehrten Freiplätze!

  • Jetzt schnell bewerben: Unser Jugendteam vergibt wieder kostenlose Kojen an Bord unserer Mitgliedsschiffe! Die Freiplätze werden im Rahmen unserer Jugendförderung vergeben und richten sich an Jugendliche im Alter von 16 – 27 Jahren. Lediglich für die An- und Abreise muss selbst gesorgt werden.
  • Neu in diesem Jahr: neben den klassischen Jugend-Freiplätzen stehen derzeit auch insgesamt fünf Plätze für Eltern-Kind-Gespanne zur Verfügung!
  • First come, first serve! Nutze die Chance und bewirb dich jetzt allein oder mit einer/einem Freund/in für einen der folgenden Törns:
  • 29.06.-08.07.2023 Den Helder – Hartlepool, Tall Ship’s Race auf der Esprit (Reisepass notwendig!) (1 Platz verfügbar)
  • 08.07.– 17.07.2023 Hartlepool – Frederikstad, Tall Ship’s Race auf der Esprit (Reisepass notwendig!) (1 Platz verfügbar)
  • ACHTUNG: ZU DIESER REISE GAB ES EINEN FEHLER IM NEWSLETTER. DIES SIND DIE AKTUELLEN DATEN!
    • 22.07.-05.08.2023 Eckernförde – Frederikshavn (Dänemark), Jugendreise auf der Seute Deern (10 Plätze verfügbar) Inklusive Busreise zurück.
  • 02.07.-06.07.2023 Kiel – Ostsee – Kiel, Eltern-Kind Törn
    (Freischwimmer erforderlich) auf der Thor Heyerdahl
  • Wir erwarten eine Gegenleistung für einen der Freiplätze. Dies kann beispielsweise ein Bericht oder Video über den Törn, hochwertiges Bildmaterial (inkl. Freigabe zur Nutzung), Content für Social Media, Entwürfe für ein neues Werbesegel oder auch etwas Eigenes sein. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! 

    Die Anmeldung erfolgt ab sofort per Online-Formular 
15. März 2023

Sail Training ist immaterielles Kulturerbe!

Sail Training auf traditionellen Segelschiffen hat es in das Register des immateriellen Kulturerbes geschafft! Wir sind sehr stolz verkünden zu dürfen, dass die Kultusministerkonferenz entschlossen hat Sail Training in das Register aufzunehmen.

Der Antrag war eine gemeinsame Bemühung der S.T.A.G. unter Leitung und Federführung von unserem ersten Vorsitzenden Jörg Schinzer für die S.T.A.G.. Mitzeichner waren die Gemeinsamen Kommission für historische Wasserfahrzeuge, die GSTU, die European maritim Heritage, die Marine und die Tall Ship Friends Deutschland.

Die beiden notwendigen Begleitschreiben zu dem Antrag kamen durch zwei unabhängige Personen zustande, nämlich von Dr. Lars Kröger vom Deutschen Schifffahrtsmuseum und Dr. Stephan Huck vom Deutschen Marinemuseum.

Jörg hat viel Mühe und Fleiß in den Antrag gesteckt, der durch Empfehlungsschreiben der aufgeführten Parteien ergänzt wurde. Einen großen Dank an Jörg Schinzer!

Wir freuen uns, dass die Traditionsschiff-Community diesen Titel nun tragen darf!

24. Februar 2023

„Weiß ist das Schiff das wir lieben“

Hans Freiherr von Stackelberg

Hans Freiherr von Stackelberg ging von Bord

23. August 1924 – 29.11.2022

Präsident der S.T.A.G.

„Weiß ist das Schiff das wir lieben“ lautet eine Zeile des Gorch Fock – Liedes, das Hans Freiherr von Stackelberg zu Beginn seiner Fahrenszeit auf der Gorch Fock im Auftrag des Kommandanten schrieb. 13 Jahre, davon 6 Jahre als Kommandant, verbrachte er auf dem Schiff seiner Träume. Immer wieder kam er in Gesprächen darauf zurück, dass es kein Zufall sein könne, dass der Stapellauf der GORCH FOCK am 23. August 1958 auf den gleichen Tag fiel wie sein Geburtstag. Dieser Stapellauf, so berichtete er immer wieder, sei das einschneidenste Erlebnis seines Lebens gewesen. Seitdem hätte er nur ein Ziel gehabt, auf diesem Dreimaster zur See zu fahren. Erstaunlich, hatte er doch vorher bereits erfolgreich große Segelyachten im Mittelmeer geführt, offenbar nach einer „Lehrzeit“ auf finnischen Schonern. Aufgewachsen in Reval, dem heutigen Tallin, war er eigentlich schon immer mit kleinen Segelbooten unterwegs und Pferden(!), seiner zweiten großen Leidenschaft. 

1960, vier Jahre nach seinem Eintritt in die Bundesmarine, kam der ersehnte Befehl zum Dienstantritt auf der Bark. Sie bestimmte die nächsten 18 Jahre und 70 000sm sein Leben – 6 Jahre davon als Kommandant – so lange wie kein anderer. Erfolgreich verteidigte er in diesen Jahren die wichtigsten Ziele der Ausbildung an Bord – Selbstvertrauen, Kameradschaft – gegen die ewig gleichen Argumente wie Segelschiffe seien überholt, zu teuer usw.  Dass er dabei auch die hochrangigen Besucher wie Gustav Heinemann und Helmut Kohl überzeugte für sein Schiff einzutreten ist vermutlich kein Geheimnis. 

1976, das Jahr der 200-Jahr-Feier der USA, empfand von Stackelberg zweifellos als Höhepunkt: Als einzige hatte die GORCH FOCK die Ziellinie unter Segeln überquert, das Rennen von Bermuda nach Newport (Rhode Island) sowohl nach berechneter als auch nach gesegelter Zeit gewonnen und damit auch die zum ersten und letzten Mal ausgesegelte „Five Sisters Trophy“. 

Für diesen Pokal wurden nur die Zeiten der fünf damals noch aktiven Schwesterschiffe gewertet es war also eine Art „Privatrace“ der Gorch Fock – Schwestern. Frank Braynard, bekannter Schifffahrtshistoriker und „Erfinder“ der 1964 erstmals veranstalteten Operation Sail, brachte den Pokal selbst nach Hamburg. Im Hafenclub, an den St. Pauli Landungsbrücken, überreichte er im Sommer 1977 die riesige Trophäe.

Dass von Stackelberg während der Zeit als Kommandant des Segelschulschiffes auch seine zweite große Leidenschaft pflegte, davon berichten viele Geschichten. In seinem Buch, „Im Kielwasser der Gorch Fock“ berichtet er, dass ihm während des Bicentennials in New York ein Polizist sogar sein Pferd überließ. Auch wenn darüber vermutlich manches Garn gesponnen wurde, mindestens 4 Bücher zum Thema Reiten bestätigen diese Familientradition-auf den Listen großer Antiquariate findet man die meisten noch.

Auch nach dem Ende seiner Fahrenszeit blieb von Stackelberg der Seefahrt verbunden: Zunächst als Leiter des Referats Handelsschifffahrt im Bundesministerium für Verteidigung (bis 1978), gleichzeitig engagierte er sich immer mehr für das Sail Training. Bereits während seiner Zeit auf der Gorch Fock hatte er den Gedanken der internationalen maritimen Freundschaftsbeziehungen zur Überwindung politischer Grenzen gefördert. Da verwundert es nicht, dass er bald in die Deutsche Sailtraining Association (S.T.A.G.) eintrat und wenig später als Präsident ( 1984 -1987) Prof. Manfred Hövener beim Kauf des Feuerschiffes RESERVE SONDERBURG intensiv unterstützte. Allerdings konnte er sich mit dem Wunsch, das Feuerschiff zu einem großen Schoner umzubauen, nicht durchsetzen – daraus wurde die grüne Bark ALEXANDER VON HUMBOLDT. Dem Gedanken des Sail Trainings zur Jugendförderung blieb er trotzdem bis zu seinem Tod verbunden, zuletzt als Ehrenmitglied. Die vielen Artikel und Denkschriften die in den darauffolgenden Jahren in zahlreichen Zeitschriften und Tageszeitungen erschienen sind machen dies mehr als deutlich. 

Die weltumspannende Gemeinschaft des Sail Trainings hat Kapitän zur See Hans Freiherr von Stackelberg viel zu verdanken!

Wie sehr die See sein Leben prägte, ein Leben das er so liebte, zeigen seine letzten Worte:

„In großer Dankbarkeit für ein langes erfülltes Leben melde ich mich

von Bord auf die letzte große Reise.“

12. Januar 2023

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Ihr seid natürlich herzlich eingeladen zur nächstjährigen Jahreshauptversammlung! Die Versammlung findet am 11.03.2023 im Fischbahnhof Bremerhaven statt.

Auf der Tagesordnung stehen u.a. die Berichte des Vorstands und der Kassenprüfer, die Entlastung des Vorstands und die Neuwahlen von Vorstandsmitgliedern.

P.S.: Denk daran, deinen Mitgliedsausweis mitzubringen.

12. Januar 2023

Unser Jahresrundbrief 2022

Was ein wildes Jahr! Auch 2022 haben wir uns alle Mühe gegeben das seglerische Jahr für Betreibervereine, Schiffe, Stammcrew und natürlich Jugendlichen auf Traditionsschiffen so gut wie möglich zu gestalten.

Auch dieses Jahr haben wir viel Geld in die Weiterbildung der Crew, den Erhalt der Schiffe und natürlich in Erfahrungen und Abenteuer investiert, von denen die teilnehmenden Jugendlichen hoffentlich noch eine ganze Weile schwärmen werden.

Was wir genau gemacht haben, was sie erlebt haben und was sonst so passiert ist, könnt ihr in unserem Rundbrief 2022 nachlesen:

16. November 2022

Der Kalender 2023 ist da!

Jedes Jahr freuen wir uns aufs neue! Der Kalender mit den wunderschönen Mitgliedsschiffen der S.T.A.G. ist auch für das Jahr 2023 im Druck. Danke an alle, die Fotos eingesendet haben – nur mit eurer Hilfe können wir den Kalender jedes Jahr so schön gestalten wie in den letzten Jahren!

Ihr könnt den Kalender bereits bestellen (15,00€ + Porto) und bekommt ihn druckfrisch, sobald er in Bremerhaven ankommt.

Schreibt dazu einfach eine Mail an andrea.richartz@sta-g.de

Hier eine kleine Vorschau:

17. September 2022

S.T.A.G.-Pfingsttörn auf der „Esprit“

Vor 3 Jahren wurde meine Segelbegeisterung beim Jollensegeln auf dem Zwischenahner Meer geweckt. Etliche Segeltage später und als stolze Besitzerin eines Sportbootführerscheins Binnen und See beschränkte sich meine Segelerfahrung leider immer noch auf das heimische Binnengewässer. Dies sollte sich nun endlich ändern. Über einen Freund hatte ich von der S.T.A.G. erfahren und hatte das Glück einen Nachrückerplatz für den Pfingstjugendtörn auf der Esprit zu bekommen. Schon eine Woche nach der Zusage machte ich mich in übervollen Zügen auf den Weg nach Bremerhaven. Ohne eine große Vorstellung was mich erwarten würde, aber mit viel Vorfreude im Gepäck suchte ich am Hafen angekommen bei strahlendem Sonnenschein den Liegeplatz der Esprit.

An Deck wartete schon das Jugendteam auf uns und unter Deck wurden wir von der Stammcrew mit leckerem Abendessen begrüßt. Beim gemütlichen Essen an Bord wurde der Plan für die nächsten Tage besprochen. Helgoland, das sonst übliche Ziel, sollte dieses Wochenende aufgrund der Nordseewoche nicht angelaufen werden. Stattdessen wurde Büsum ins Auge gefasst, dessen Name im Zusammenhang mit den Büsumer Nordseekrabben bei einigen sofortige Begeisterung auslöste. Unsere Besatzung für dieses Wochenende: 4 Stammcrewmitglieder der Esprit, Milena, Lydia und Georg als Jugendteam der S.T.A.G. und 9 Trainees mit unterschiedlichsten Segelerfahrungen. Von Segel-Neulingen bis zur Atlantiküberquerung war alles vertreten. Viele der Teilnehmer kannten sich schon vom letzten Jahr, denn der Törn sollte eigentlich schon 2021 stattfinden und wurde coronabedingt im letzten Jahr als Onlinetörn durchgeführt. Dadurch ging das Namenlernen schneller von der Hand, die Stimmung war sofort ausgelassen und die Esprit war vielen auch schon bekannt.

Schnell lernten wir, dass sich der Tagesablauf auf der Nordsee nach den Gezeiten richtet und die Nacht auch mal kürzer ausfallen kann. Der Plan für den morgigen Tag: 4:30 Uhr aufstehen, um pünktlich mit dem Hochwasser in Bremerhaven auszuschleusen und sich anschließend vom ablaufenden Wasser aus der Weser rausziehen zu lassen. Nach einer ausführlichen Sicherheitseinweisung ging es also schnell in die Kojen.

Einige Stunden später schallte schon die Guten-Morgen-Musik durch Kammern und wir sammelten uns motiviert im Cockpit. Für das Ablegemanöver bekam jeder eine Aufgabe an den Fendern und Leinen. Kaum abgelegt stand das nächste Anlegemanöver in der Schleuse bevor. Da waren sogar unsere Skipper aufgeregt, denn so voll hatten selbst sie die Schleuse noch nicht erlebt. Hinter der Schleuse hieß es dann zum ersten Mal Segel setzen, schon beeindruckend verglichen mit einer Jolle. Auf einem Amwindkurs und unterstützt von der Strömung kamen wir schnell in Fahrt und ließen uns bei über 10 Knoten den Wind um die Köpfe wehen. Vorbei an Fahrwassertonnen, Leuchttürmen und Windrädern rollten wir das Feld der vorausfahrenden Helgolandregatta von hinten auf, bis wir unseren Kurs Richtung Büsum änderten. Schnell wuchsen wir als Crew zusammen, jeder packte an und war mit großer Begeisterung dabei. Selbst der ein oder andere Anflug von Seekrankheit wurde mit guter Laune schnell überwunden. Auf der Fahrt nach Büsum lernten wir die Navigation mit GPS, Kompass und Papierkarte und fuhren schließlich sicher Richtung Hafen. Als persönliches Highlight des Törns durfte ich in Büsum anlegen und wir machten zwischen den vielen Krabbenkuttern fest. Getreu unseres Törnmottos „Nicht lang schnacken, Segel packen“ wurde schnell das Deck klariert. Anschließend wartete das verdiente Krabbenbrötchen samt Hafenfest bei sonnigem Wetter auf uns.

Wir ließen den gelungenen Segeltag mit einem lustigen Abend ausklingen, bevor am nächsten Morgen um 4:30 Uhr wieder der Wecker klingelte. Wieder standen alle hochmotiviert im Sonnenaufgang an Deck und wir verließen Büsum Richtung Bremerhaven. Die Aufgaben an Deck spielten sich so langsam ein, eingeteilt in 3 Wachen hatte jeder die Möglichkeit Ruder zu gehen, den Ausguck zu übernehmen und die Navigation zu machen. Im Gegensatz zum ersten Tag blieben heute alle von der Seekrankheit verschont und wir verbrachten den Tag mit interessanten Gesprächen, kleinen Theorieeinheiten oder einfach lesend und schlafend an Deck. Als wir schon am frühen Nachmittag auf Bremerhaven zusteuerten, wollte noch keiner so richtig den Segeltag zu Ende gehen lassen und so entschieden unsere Skipper kurzerhand die Weser bis nach Brake weiter zu segeln. In Brake angekommen genossen wir das wohlverdiente Anlegebier und bekamen noch spontanen Besuch aus dem S.T.A.G Vorstand. Zur Freude aller durfte am nächsten Tag bis 8 Uhr ausgeschlafen werden, bevor es für uns zum letzten Mal an diesem Wochenende hieß: Leinen los und Segel setzen. Wir fuhren die Weser wieder raus nach Bremerhaven und legten schließlich auf unserem Liegeplatz in Bremerhaven an.

Am Ende dieses gelungenen Törns standen neben einer tollen Crew, ganz viel Spaß und gutem Wetter ganze 174 Seemeilen im Logbuch, davon 167 unter Segeln!

Übrigens komme ich erst jetzt, 2 Wochen nach Pfingsten, dazu diesen Bericht zu schreiben, da ich letztes Wochenende sofort wieder mit der Esprit unterwegs war, dieses Mal mit dem Ziel Helgoland.

Kristin, Trainee

13. Juni 2022

Landgestützte Fortbildung „Wetter“


In der Wintersaison 2022/2023 wird wieder die bewährte Fortbildung „Wetter“ angeboten.
Sie soll dem Verständnis des Wetters besonders in den Fahrtgebieten Nord- und Ostsee dienen.
Als Themen werden behandelt:

  • physikalische Grundlagen des Wettergeschehens, Wasser in seinen Aggregatzuständen
  • Wolkenbildung
  • Aufbau und Wirkung von Zyklonen und Antizyklonen sowie deren Verlagerungen
  • typische Wetterlagen in Nord- und Ostsee, deren Dauer und Beständigkeit
  • Wie und wo bekomme ich Wetterberichte? Beurteilung deren Genauigkeit
  • Interpretation und eigenes Zeichnen von Wetterkarten
  • Die Fortbildung findet am 12. und 13. November 2022 in den Räumlichkeiten der Yachtschule Eichler in Hamburg-Finkenwerder statt.
    Der Preis für Erwachsene beträgt 60 €, für Schülerinnen, Studentinnen und Auszubildende 30 €.
    Wie im letzten Jahr wird diese Fortbildung in Zusammenarbeit mit der S.T.A.G. Bremerhaven angeboten und steht somit allen Mitgliedern der S.T.A.G. und ihren 40 Mitgliedsschiffen offen.
    Weitere S.T.A.G.-Fortbildungsangebote findet Ihr unter https://www.sta-g.de/termine/weitere-termine/
    Rückfragen zu dieser Fortbildung gerne direkt an Stefan Ohmes / stefan.ohmes@thor-heyerdahl.de

Daten und Fakten:
Termin:

Sa, 12.11. – So, 13.11.2022 / jeweils 11:00 bis 17:00Uhr

Ort:

Yachtschule Eichler / Steendiek 43 / 21129 Hamburg-Finkenwerder
Ein Hygienekonzept für den Unterrichtsraum liegt vor und kann auf Anfrage gerne zugemailt werden. Ergänzend dazu arbeitet die Yachtschule mit Kärcher Raumluftreinigungsgeräten.


Anreise:

organisiert und bezahlt jeder selbst


Unterkunft:

organisiert und bezahlt jeder selbst. Es gibt auf der Homepage der Yachtschule
Eichler ein paar Hoteltipps direkt auf Finkenwerder


Anmeldung:

spätestens bis zum 01. September 2022 über die Thor-Heyerdahl-interne MoEve
oder über die Geschäftsstelle in Kiel, mail@thor-heyerdahl.de unter Nennung der vollen Rechnungsanschrift und ggf. Nachweis zur Preisreduzierung (Studienbescheinigung o.ä.).


Kosten:

60€/ 30€
Bei mangelnder Auslastung behalten wir uns eine Absage der Fortbildung vor.
Bei kurzfristigen Absagen von weniger als acht Tagen behalten wir uns die
Erhebung einer Verwaltungspauschale in Höhe von 20€ vor.


Viele Grüße
Euer Ausbildungsteam und der Vorstand

Segelschiff „Thor Heyerdahl“ e. V.

18. Mai 2022

Spendenkampagne für die ASTARTE!

Aus dem Aufruf zur Kampagne:

„Wie Ihnen und euch bekannt ist, wurde die Schiffergilde in den vergangenen zwei Jahren sowohl durch die Corona-Pandemie als auch durch die Notwendigkeit der Erneuerung des Sicherheitszeugnisses für die ASTARTE vor zwei Herausforderungen gestellt, die nicht einfach zu bewältigen waren und die zum Teil auch noch ihre Schatten voraus werfen. Durch die Corona-Pandemie waren wir dazu gezwungen, den Betrieb von Börteboot No.3 und ASTARTE komplett einzustellen. Damit brachen natürlich auch die hiermit verbundenen Einnahmen weg.

Eine Besichtigung der ASTARTE durch die BG Verkehr im Zusammenhang mit der Erneuerung des Sicherheitszeugnisses führte zu einer Liste von Mängeln, deren Beseitigung notwendige Vorbedingung zum Weiterbetrieb der ASTARTE sind.
Viele dieser Arbeiten wurden von der Stammcrew der ASTARTE und der Bültjer Werft in Ditzum mittlerweile erledigt. Der größte Teil dessen, was von der Werft gemacht werden musste, ist durch eine Finanzierung des Magistrats abgedeckt. Für weitere Dinge, die noch auf der Mängelliste stehen, haben wir Fördergelder beantragt. Es bleibt jedoch eine Restsumme, für die wir noch Quellen suchen.
Den Innenausbau der ASTARTE, den wir wieder selber machen werden, möchten wir sobald als möglich angehen. Für das hierzu notwendige Material benötigen wir ebenfalls noch finanzielle Mittel.

Alles dies zusammengenommen führt dazu, dass wir über die Plattform Better Place eine Spendensammlung initiiert haben, die auch über unsere Website (www.schiffergilde.de) und unseren Facebook-Auftritt bekannt gemacht wird.


Spenden kann man einmal für die neuen Spanten (diesen Link anklicken)
          oder
man möchte für den Innenausbau spenden (diesen Link anklicken). 

Mit diesem Spendenaufruf möchten wir Sie und euch darum bitten, diese Spendensammlung bei allen Bekannten und Verwandten publik zu machen und zu bewerben. Jede Spende ist steuerlich absetzbar, wir stellen gerne eine Spendenbestätigung aus.

Wir hoffen – unter der Voraussetzung, dass wir die Finanzierungslücken füllen können – im Spätsommer wieder Tagesfahrten und ab der Saison 2023 auch wieder längere Ausbildungstörns machen zu können. Spätestens dann kann die ASTARTE auch wieder die Gelder selber einfahren, die der Verein benötigt, um das Schiff weiter betreiben zu können.“

10. Mai 2022

Rückblick auf die Jahreshauptversammlung 2022

Knapp hundert Teilnehmer, angenehme Atmosphäre und spannende Themen: Das war unser Fazit der diesjährigen Mitgliederversammlung im Fischbahnhof in Bremerhaven. Jörg Schinzer, unser Vorsitzender, führte durch die knapp dreistündige Veranstaltung, auf der u.a. Insa Sülberg als Schriftführerin und Bernd Voigt als Small Ships-Vertreter wiedergewählt wurden und Milena Müller als Jugendsprecherin neu gewählt wurde.

Eigentlich, ja eigentlich, wollten und konnten Präsidium und Rat der S.T.A.G. den vielen Mitgliedern nur positive Nachrichten überbringen, z.B. dass die S.T.A.G. die coronabedingten Probleme recht gut bewältigt hat, ebenso wie ihre Mitgliedsschiffe, die Zahl der Mitglieder ist recht konstant und damit auch die Beiträge. Stattdessen war es das Gebot der Stunde, sich zu Beginn der Jahreshauptversammlung von den Sitzen zu erheben und mit einer Schweigeminute der Opfer des grausamen Krieges gegen die Ukraine zu gedenken.

Auch wenn die politische Situation im Augenblick wenig Grund zum Optimismus bietet, kann die S.T.A.G. recht zuversichtlich in die Zukunft blicken: Dank der über 3000 Mitglieder stehen auch in diesem Jahr wieder ausreichend Mittel zur Verfügung, um allen berechtigten Jugendlichen (max. 25 Jahre) das traditionelle Segeln zu ermöglichen. In diesem Jahr können auch wieder die erfolgreichen Jugendtörns stattfinden. Vor allem segelunerfahrene Jugendliche sollen auf diesen Reisen erstmals richtige „Seeluft schnuppern“. Für die 35 Mitgliedsschiffe stehen wieder über 70.000€ bereit, um bei Existenz bedrohenden technischen Problemen zu helfen. Übereinstimmend teilten deren Repräsentanten mit, dass das Interesse, endlich wieder an Törns teilzunehmen, überwältigend sei, darunter auch viele, die dies zum ersten Mal „wagen“. Erfahrungsgemäß sind das diejenigen, die später begeistert an den sog. „Tüdelkursen“ – den Kursen zur traditionellen Seemannschaft – teilnehmen. Diese erfolgreichen Wochenendseminare hatte Jochen Garrn, Ehrenmitglied und „Sailtrainer des Jahres“, entwickelt und seine Kenntnisse bereitwillig weitergegeben. So können nun auch nach seinem Tod 2020 die Mitglieder seines Teams diese Ausbildung weiterführen. Jochen Garrns Standardwerke „Handbuch für Decksleute“ und „Handbuch für Bootsleute“ konnten nach dem großzügigen Verzicht der bisherigen Inhaber der Veröffentlichungsrechte von der S.T.A.G. wieder herausgegeben werden und stehen nun allen Interessenten zur Verfügung (Verkauf über die Geschäftsstelle, bereits über 230 versendet). Die englische Ausgabe wird z.Zt. vorbereitet.

Der einstimmig gebilligte Haushaltsentwurf sieht auch die Weiterführung aller Weiterbildungsmaßnahmen für Patentinhaber und Crew vor. An alle Teilnehmer ging zudem die Aufforderung, Kandidat:innen für den „Jochen Garrn-Preis für traditionelle Seemannschaft“ zu nominieren. Der Preis konnte wegen der Coronapandemie in den letzten beiden Jahren nicht vergeben werden. Volker Klose, langjähriger Präsident der S.T.A.G., verwies in seiner Rede nicht nur auf die intensiven Bemühungen, vor allem Jörg Schinzers, der traditionellen Seemannschaft als immaterielles Kulturerbe die nötige Anerkennung zu verschaffen, sondern auch auf den Deutschen Seeschifffahrtstag in Bremen und Bremerhaven vom 29.9. – 3.10.2022. Dank der intensiven Zusammenarbeit mit den Organisatoren sei die S.T.A.G. nun Bestandteil dieser wichtigen Veranstaltung. Spektakulärer Höhepunkt ist die Parade von einigen hundert Schiffen und Booten am 30. September 2022.

Lena Weweler, deutsches Mitglied des Aufsichtsrates der STI, berichtete von den Entscheidungen, die dort getroffen wurden: So wurden die russischen Windjammer zumindest von den Regatten dieses Jahres ausgeschlossen, die Verträge mit der russischen Reederei SOVCOMFLOT gekündigt, die u.a. das Race for Peace von Korea nach Wladiwostock sponsern wollte. Zudem soll nach zwei Coronajahren in diesem Jahr wieder eine „echte“ internationale Konferenz in Präsenz stattfinden.  Die STI ist recht zuversichtlich, dass die geplanten Tall Ships‘ Races sowohl 2022 als auch 2023 gesegelt werden können. Die Zahl der für die Races dieses Jahres gemeldeten Schiffe gibt jedenfalls Anlass zum Optimismus. Auch die beiden Online-Konferenzen des Youth Councils (2021 und 2022) mit weit über 400 Teilnehmern wurden sehr positiv beurteilt. Der einfache und unkomplizierte Chat mit neuen Freunden auf sieben (!) Kontinenten begeisterte einfach alle. Diese internationale Jugendarbeit unterstützte die S.T.A.G. mit erheblichen Zuschüssen, auch die STI profitierte davon. Alle, die endlich wieder an den großen Regatten teilnehmen wollen, können sich nach den Worten der Vertreter der S.T.A.G. in den internationalen Gremien die berechtigte Hoffnung machen, in den nächsten Jahren vor der „Haustür“ segeln zu können:

2022 – Nordsee/Den Helder – Hartlepool – Fredrikstad – Lerwick – Arendal

2023  – Ostsee/Klaipeda – Helsinki – Tallinn – Turku – Mariehamn – Stettin 

Am Folgetag fand in Bremerhaven auch das Treffen der Repräsentanten der Mitgliedsschiffe statt. Nikolaus Kern, Mitglied der GSHW und Vorsitzender von DJS – Clipper e.V., legte ihnen nahe, den 17. März 2023 im Auge zu behalten: An diesem Tag enden alle Übergangsregelungen, die den Betrieb der Traditionssegler nach den Bestimmungen der „alten“ Schiffssicherheits-Verordnung ermöglichen. Dies gilt auch für die Qualifizierung der Besatzungen: Seedienst-Tauglichkeit, Medical Care-Zeugnisse usw.

Archiv "Aktuelles"

3. April 2023

FREIPLÄTZE ZU VERGEBEN!

Kostenlos mitsegeln? Sicher‘ dir einen der begehrten Freiplätze!

  • Jetzt schnell bewerben: Unser Jugendteam vergibt wieder kostenlose Kojen an Bord unserer Mitgliedsschiffe! Die Freiplätze werden im Rahmen unserer Jugendförderung vergeben und richten sich an Jugendliche im Alter von 16 – 27 Jahren. Lediglich für die An- und Abreise muss selbst gesorgt werden.
  • Neu in diesem Jahr: neben den klassischen Jugend-Freiplätzen stehen derzeit auch insgesamt fünf Plätze für Eltern-Kind-Gespanne zur Verfügung!
  • First come, first serve! Nutze die Chance und bewirb dich jetzt allein oder mit einer/einem Freund/in für einen der folgenden Törns:
  • 29.06.-08.07.2023 Den Helder – Hartlepool, Tall Ship’s Race auf der Esprit (Reisepass notwendig!) (1 Platz verfügbar)
  • 08.07.– 17.07.2023 Hartlepool – Frederikstad, Tall Ship’s Race auf der Esprit (Reisepass notwendig!) (1 Platz verfügbar)
  • ACHTUNG: ZU DIESER REISE GAB ES EINEN FEHLER IM NEWSLETTER. DIES SIND DIE AKTUELLEN DATEN!
    • 22.07.-05.08.2023 Eckernförde – Frederikshavn (Dänemark), Jugendreise auf der Seute Deern (10 Plätze verfügbar) Inklusive Busreise zurück.
  • 02.07.-06.07.2023 Kiel – Ostsee – Kiel, Eltern-Kind Törn
    (Freischwimmer erforderlich) auf der Thor Heyerdahl
  • Wir erwarten eine Gegenleistung für einen der Freiplätze. Dies kann beispielsweise ein Bericht oder Video über den Törn, hochwertiges Bildmaterial (inkl. Freigabe zur Nutzung), Content für Social Media, Entwürfe für ein neues Werbesegel oder auch etwas Eigenes sein. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! 

    Die Anmeldung erfolgt ab sofort per Online-Formular 
15. März 2023

Sail Training ist immaterielles Kulturerbe!

Sail Training auf traditionellen Segelschiffen hat es in das Register des immateriellen Kulturerbes geschafft! Wir sind sehr stolz verkünden zu dürfen, dass die Kultusministerkonferenz entschlossen hat Sail Training in das Register aufzunehmen.

Der Antrag war eine gemeinsame Bemühung der S.T.A.G. unter Leitung und Federführung von unserem ersten Vorsitzenden Jörg Schinzer für die S.T.A.G.. Mitzeichner waren die Gemeinsamen Kommission für historische Wasserfahrzeuge, die GSTU, die European maritim Heritage, die Marine und die Tall Ship Friends Deutschland.

Die beiden notwendigen Begleitschreiben zu dem Antrag kamen durch zwei unabhängige Personen zustande, nämlich von Dr. Lars Kröger vom Deutschen Schifffahrtsmuseum und Dr. Stephan Huck vom Deutschen Marinemuseum.

Jörg hat viel Mühe und Fleiß in den Antrag gesteckt, der durch Empfehlungsschreiben der aufgeführten Parteien ergänzt wurde. Einen großen Dank an Jörg Schinzer!

Wir freuen uns, dass die Traditionsschiff-Community diesen Titel nun tragen darf!

24. Februar 2023

„Weiß ist das Schiff das wir lieben“

Hans Freiherr von Stackelberg

Hans Freiherr von Stackelberg ging von Bord

23. August 1924 – 29.11.2022

Präsident der S.T.A.G.

„Weiß ist das Schiff das wir lieben“ lautet eine Zeile des Gorch Fock – Liedes, das Hans Freiherr von Stackelberg zu Beginn seiner Fahrenszeit auf der Gorch Fock im Auftrag des Kommandanten schrieb. 13 Jahre, davon 6 Jahre als Kommandant, verbrachte er auf dem Schiff seiner Träume. Immer wieder kam er in Gesprächen darauf zurück, dass es kein Zufall sein könne, dass der Stapellauf der GORCH FOCK am 23. August 1958 auf den gleichen Tag fiel wie sein Geburtstag. Dieser Stapellauf, so berichtete er immer wieder, sei das einschneidenste Erlebnis seines Lebens gewesen. Seitdem hätte er nur ein Ziel gehabt, auf diesem Dreimaster zur See zu fahren. Erstaunlich, hatte er doch vorher bereits erfolgreich große Segelyachten im Mittelmeer geführt, offenbar nach einer „Lehrzeit“ auf finnischen Schonern. Aufgewachsen in Reval, dem heutigen Tallin, war er eigentlich schon immer mit kleinen Segelbooten unterwegs und Pferden(!), seiner zweiten großen Leidenschaft. 

1960, vier Jahre nach seinem Eintritt in die Bundesmarine, kam der ersehnte Befehl zum Dienstantritt auf der Bark. Sie bestimmte die nächsten 18 Jahre und 70 000sm sein Leben – 6 Jahre davon als Kommandant – so lange wie kein anderer. Erfolgreich verteidigte er in diesen Jahren die wichtigsten Ziele der Ausbildung an Bord – Selbstvertrauen, Kameradschaft – gegen die ewig gleichen Argumente wie Segelschiffe seien überholt, zu teuer usw.  Dass er dabei auch die hochrangigen Besucher wie Gustav Heinemann und Helmut Kohl überzeugte für sein Schiff einzutreten ist vermutlich kein Geheimnis. 

1976, das Jahr der 200-Jahr-Feier der USA, empfand von Stackelberg zweifellos als Höhepunkt: Als einzige hatte die GORCH FOCK die Ziellinie unter Segeln überquert, das Rennen von Bermuda nach Newport (Rhode Island) sowohl nach berechneter als auch nach gesegelter Zeit gewonnen und damit auch die zum ersten und letzten Mal ausgesegelte „Five Sisters Trophy“. 

Für diesen Pokal wurden nur die Zeiten der fünf damals noch aktiven Schwesterschiffe gewertet es war also eine Art „Privatrace“ der Gorch Fock – Schwestern. Frank Braynard, bekannter Schifffahrtshistoriker und „Erfinder“ der 1964 erstmals veranstalteten Operation Sail, brachte den Pokal selbst nach Hamburg. Im Hafenclub, an den St. Pauli Landungsbrücken, überreichte er im Sommer 1977 die riesige Trophäe.

Dass von Stackelberg während der Zeit als Kommandant des Segelschulschiffes auch seine zweite große Leidenschaft pflegte, davon berichten viele Geschichten. In seinem Buch, „Im Kielwasser der Gorch Fock“ berichtet er, dass ihm während des Bicentennials in New York ein Polizist sogar sein Pferd überließ. Auch wenn darüber vermutlich manches Garn gesponnen wurde, mindestens 4 Bücher zum Thema Reiten bestätigen diese Familientradition-auf den Listen großer Antiquariate findet man die meisten noch.

Auch nach dem Ende seiner Fahrenszeit blieb von Stackelberg der Seefahrt verbunden: Zunächst als Leiter des Referats Handelsschifffahrt im Bundesministerium für Verteidigung (bis 1978), gleichzeitig engagierte er sich immer mehr für das Sail Training. Bereits während seiner Zeit auf der Gorch Fock hatte er den Gedanken der internationalen maritimen Freundschaftsbeziehungen zur Überwindung politischer Grenzen gefördert. Da verwundert es nicht, dass er bald in die Deutsche Sailtraining Association (S.T.A.G.) eintrat und wenig später als Präsident ( 1984 -1987) Prof. Manfred Hövener beim Kauf des Feuerschiffes RESERVE SONDERBURG intensiv unterstützte. Allerdings konnte er sich mit dem Wunsch, das Feuerschiff zu einem großen Schoner umzubauen, nicht durchsetzen – daraus wurde die grüne Bark ALEXANDER VON HUMBOLDT. Dem Gedanken des Sail Trainings zur Jugendförderung blieb er trotzdem bis zu seinem Tod verbunden, zuletzt als Ehrenmitglied. Die vielen Artikel und Denkschriften die in den darauffolgenden Jahren in zahlreichen Zeitschriften und Tageszeitungen erschienen sind machen dies mehr als deutlich. 

Die weltumspannende Gemeinschaft des Sail Trainings hat Kapitän zur See Hans Freiherr von Stackelberg viel zu verdanken!

Wie sehr die See sein Leben prägte, ein Leben das er so liebte, zeigen seine letzten Worte:

„In großer Dankbarkeit für ein langes erfülltes Leben melde ich mich

von Bord auf die letzte große Reise.“

12. Januar 2023

Einladung zur Jahreshauptversammlung

Ihr seid natürlich herzlich eingeladen zur nächstjährigen Jahreshauptversammlung! Die Versammlung findet am 11.03.2023 im Fischbahnhof Bremerhaven statt.

Auf der Tagesordnung stehen u.a. die Berichte des Vorstands und der Kassenprüfer, die Entlastung des Vorstands und die Neuwahlen von Vorstandsmitgliedern.

P.S.: Denk daran, deinen Mitgliedsausweis mitzubringen.

12. Januar 2023

Unser Jahresrundbrief 2022

Was ein wildes Jahr! Auch 2022 haben wir uns alle Mühe gegeben das seglerische Jahr für Betreibervereine, Schiffe, Stammcrew und natürlich Jugendlichen auf Traditionsschiffen so gut wie möglich zu gestalten.

Auch dieses Jahr haben wir viel Geld in die Weiterbildung der Crew, den Erhalt der Schiffe und natürlich in Erfahrungen und Abenteuer investiert, von denen die teilnehmenden Jugendlichen hoffentlich noch eine ganze Weile schwärmen werden.

Was wir genau gemacht haben, was sie erlebt haben und was sonst so passiert ist, könnt ihr in unserem Rundbrief 2022 nachlesen:

16. November 2022

Der Kalender 2023 ist da!

Jedes Jahr freuen wir uns aufs neue! Der Kalender mit den wunderschönen Mitgliedsschiffen der S.T.A.G. ist auch für das Jahr 2023 im Druck. Danke an alle, die Fotos eingesendet haben – nur mit eurer Hilfe können wir den Kalender jedes Jahr so schön gestalten wie in den letzten Jahren!

Ihr könnt den Kalender bereits bestellen (15,00€ + Porto) und bekommt ihn druckfrisch, sobald er in Bremerhaven ankommt.

Schreibt dazu einfach eine Mail an andrea.richartz@sta-g.de

Hier eine kleine Vorschau:

17. September 2022

S.T.A.G.-Pfingsttörn auf der „Esprit“

Vor 3 Jahren wurde meine Segelbegeisterung beim Jollensegeln auf dem Zwischenahner Meer geweckt. Etliche Segeltage später und als stolze Besitzerin eines Sportbootführerscheins Binnen und See beschränkte sich meine Segelerfahrung leider immer noch auf das heimische Binnengewässer. Dies sollte sich nun endlich ändern. Über einen Freund hatte ich von der S.T.A.G. erfahren und hatte das Glück einen Nachrückerplatz für den Pfingstjugendtörn auf der Esprit zu bekommen. Schon eine Woche nach der Zusage machte ich mich in übervollen Zügen auf den Weg nach Bremerhaven. Ohne eine große Vorstellung was mich erwarten würde, aber mit viel Vorfreude im Gepäck suchte ich am Hafen angekommen bei strahlendem Sonnenschein den Liegeplatz der Esprit.

An Deck wartete schon das Jugendteam auf uns und unter Deck wurden wir von der Stammcrew mit leckerem Abendessen begrüßt. Beim gemütlichen Essen an Bord wurde der Plan für die nächsten Tage besprochen. Helgoland, das sonst übliche Ziel, sollte dieses Wochenende aufgrund der Nordseewoche nicht angelaufen werden. Stattdessen wurde Büsum ins Auge gefasst, dessen Name im Zusammenhang mit den Büsumer Nordseekrabben bei einigen sofortige Begeisterung auslöste. Unsere Besatzung für dieses Wochenende: 4 Stammcrewmitglieder der Esprit, Milena, Lydia und Georg als Jugendteam der S.T.A.G. und 9 Trainees mit unterschiedlichsten Segelerfahrungen. Von Segel-Neulingen bis zur Atlantiküberquerung war alles vertreten. Viele der Teilnehmer kannten sich schon vom letzten Jahr, denn der Törn sollte eigentlich schon 2021 stattfinden und wurde coronabedingt im letzten Jahr als Onlinetörn durchgeführt. Dadurch ging das Namenlernen schneller von der Hand, die Stimmung war sofort ausgelassen und die Esprit war vielen auch schon bekannt.

Schnell lernten wir, dass sich der Tagesablauf auf der Nordsee nach den Gezeiten richtet und die Nacht auch mal kürzer ausfallen kann. Der Plan für den morgigen Tag: 4:30 Uhr aufstehen, um pünktlich mit dem Hochwasser in Bremerhaven auszuschleusen und sich anschließend vom ablaufenden Wasser aus der Weser rausziehen zu lassen. Nach einer ausführlichen Sicherheitseinweisung ging es also schnell in die Kojen.

Einige Stunden später schallte schon die Guten-Morgen-Musik durch Kammern und wir sammelten uns motiviert im Cockpit. Für das Ablegemanöver bekam jeder eine Aufgabe an den Fendern und Leinen. Kaum abgelegt stand das nächste Anlegemanöver in der Schleuse bevor. Da waren sogar unsere Skipper aufgeregt, denn so voll hatten selbst sie die Schleuse noch nicht erlebt. Hinter der Schleuse hieß es dann zum ersten Mal Segel setzen, schon beeindruckend verglichen mit einer Jolle. Auf einem Amwindkurs und unterstützt von der Strömung kamen wir schnell in Fahrt und ließen uns bei über 10 Knoten den Wind um die Köpfe wehen. Vorbei an Fahrwassertonnen, Leuchttürmen und Windrädern rollten wir das Feld der vorausfahrenden Helgolandregatta von hinten auf, bis wir unseren Kurs Richtung Büsum änderten. Schnell wuchsen wir als Crew zusammen, jeder packte an und war mit großer Begeisterung dabei. Selbst der ein oder andere Anflug von Seekrankheit wurde mit guter Laune schnell überwunden. Auf der Fahrt nach Büsum lernten wir die Navigation mit GPS, Kompass und Papierkarte und fuhren schließlich sicher Richtung Hafen. Als persönliches Highlight des Törns durfte ich in Büsum anlegen und wir machten zwischen den vielen Krabbenkuttern fest. Getreu unseres Törnmottos „Nicht lang schnacken, Segel packen“ wurde schnell das Deck klariert. Anschließend wartete das verdiente Krabbenbrötchen samt Hafenfest bei sonnigem Wetter auf uns.

Wir ließen den gelungenen Segeltag mit einem lustigen Abend ausklingen, bevor am nächsten Morgen um 4:30 Uhr wieder der Wecker klingelte. Wieder standen alle hochmotiviert im Sonnenaufgang an Deck und wir verließen Büsum Richtung Bremerhaven. Die Aufgaben an Deck spielten sich so langsam ein, eingeteilt in 3 Wachen hatte jeder die Möglichkeit Ruder zu gehen, den Ausguck zu übernehmen und die Navigation zu machen. Im Gegensatz zum ersten Tag blieben heute alle von der Seekrankheit verschont und wir verbrachten den Tag mit interessanten Gesprächen, kleinen Theorieeinheiten oder einfach lesend und schlafend an Deck. Als wir schon am frühen Nachmittag auf Bremerhaven zusteuerten, wollte noch keiner so richtig den Segeltag zu Ende gehen lassen und so entschieden unsere Skipper kurzerhand die Weser bis nach Brake weiter zu segeln. In Brake angekommen genossen wir das wohlverdiente Anlegebier und bekamen noch spontanen Besuch aus dem S.T.A.G Vorstand. Zur Freude aller durfte am nächsten Tag bis 8 Uhr ausgeschlafen werden, bevor es für uns zum letzten Mal an diesem Wochenende hieß: Leinen los und Segel setzen. Wir fuhren die Weser wieder raus nach Bremerhaven und legten schließlich auf unserem Liegeplatz in Bremerhaven an.

Am Ende dieses gelungenen Törns standen neben einer tollen Crew, ganz viel Spaß und gutem Wetter ganze 174 Seemeilen im Logbuch, davon 167 unter Segeln!

Übrigens komme ich erst jetzt, 2 Wochen nach Pfingsten, dazu diesen Bericht zu schreiben, da ich letztes Wochenende sofort wieder mit der Esprit unterwegs war, dieses Mal mit dem Ziel Helgoland.

Kristin, Trainee

13. Juni 2022

Landgestützte Fortbildung „Wetter“


In der Wintersaison 2022/2023 wird wieder die bewährte Fortbildung „Wetter“ angeboten.
Sie soll dem Verständnis des Wetters besonders in den Fahrtgebieten Nord- und Ostsee dienen.
Als Themen werden behandelt:

  • physikalische Grundlagen des Wettergeschehens, Wasser in seinen Aggregatzuständen
  • Wolkenbildung
  • Aufbau und Wirkung von Zyklonen und Antizyklonen sowie deren Verlagerungen
  • typische Wetterlagen in Nord- und Ostsee, deren Dauer und Beständigkeit
  • Wie und wo bekomme ich Wetterberichte? Beurteilung deren Genauigkeit
  • Interpretation und eigenes Zeichnen von Wetterkarten
  • Die Fortbildung findet am 12. und 13. November 2022 in den Räumlichkeiten der Yachtschule Eichler in Hamburg-Finkenwerder statt.
    Der Preis für Erwachsene beträgt 60 €, für Schülerinnen, Studentinnen und Auszubildende 30 €.
    Wie im letzten Jahr wird diese Fortbildung in Zusammenarbeit mit der S.T.A.G. Bremerhaven angeboten und steht somit allen Mitgliedern der S.T.A.G. und ihren 40 Mitgliedsschiffen offen.
    Weitere S.T.A.G.-Fortbildungsangebote findet Ihr unter https://www.sta-g.de/termine/weitere-termine/
    Rückfragen zu dieser Fortbildung gerne direkt an Stefan Ohmes / stefan.ohmes@thor-heyerdahl.de

Daten und Fakten:
Termin:

Sa, 12.11. – So, 13.11.2022 / jeweils 11:00 bis 17:00Uhr

Ort:

Yachtschule Eichler / Steendiek 43 / 21129 Hamburg-Finkenwerder
Ein Hygienekonzept für den Unterrichtsraum liegt vor und kann auf Anfrage gerne zugemailt werden. Ergänzend dazu arbeitet die Yachtschule mit Kärcher Raumluftreinigungsgeräten.


Anreise:

organisiert und bezahlt jeder selbst


Unterkunft:

organisiert und bezahlt jeder selbst. Es gibt auf der Homepage der Yachtschule
Eichler ein paar Hoteltipps direkt auf Finkenwerder


Anmeldung:

spätestens bis zum 01. September 2022 über die Thor-Heyerdahl-interne MoEve
oder über die Geschäftsstelle in Kiel, mail@thor-heyerdahl.de unter Nennung der vollen Rechnungsanschrift und ggf. Nachweis zur Preisreduzierung (Studienbescheinigung o.ä.).


Kosten:

60€/ 30€
Bei mangelnder Auslastung behalten wir uns eine Absage der Fortbildung vor.
Bei kurzfristigen Absagen von weniger als acht Tagen behalten wir uns die
Erhebung einer Verwaltungspauschale in Höhe von 20€ vor.


Viele Grüße
Euer Ausbildungsteam und der Vorstand

Segelschiff „Thor Heyerdahl“ e. V.

18. Mai 2022

Spendenkampagne für die ASTARTE!

Aus dem Aufruf zur Kampagne:

„Wie Ihnen und euch bekannt ist, wurde die Schiffergilde in den vergangenen zwei Jahren sowohl durch die Corona-Pandemie als auch durch die Notwendigkeit der Erneuerung des Sicherheitszeugnisses für die ASTARTE vor zwei Herausforderungen gestellt, die nicht einfach zu bewältigen waren und die zum Teil auch noch ihre Schatten voraus werfen. Durch die Corona-Pandemie waren wir dazu gezwungen, den Betrieb von Börteboot No.3 und ASTARTE komplett einzustellen. Damit brachen natürlich auch die hiermit verbundenen Einnahmen weg.

Eine Besichtigung der ASTARTE durch die BG Verkehr im Zusammenhang mit der Erneuerung des Sicherheitszeugnisses führte zu einer Liste von Mängeln, deren Beseitigung notwendige Vorbedingung zum Weiterbetrieb der ASTARTE sind.
Viele dieser Arbeiten wurden von der Stammcrew der ASTARTE und der Bültjer Werft in Ditzum mittlerweile erledigt. Der größte Teil dessen, was von der Werft gemacht werden musste, ist durch eine Finanzierung des Magistrats abgedeckt. Für weitere Dinge, die noch auf der Mängelliste stehen, haben wir Fördergelder beantragt. Es bleibt jedoch eine Restsumme, für die wir noch Quellen suchen.
Den Innenausbau der ASTARTE, den wir wieder selber machen werden, möchten wir sobald als möglich angehen. Für das hierzu notwendige Material benötigen wir ebenfalls noch finanzielle Mittel.

Alles dies zusammengenommen führt dazu, dass wir über die Plattform Better Place eine Spendensammlung initiiert haben, die auch über unsere Website (www.schiffergilde.de) und unseren Facebook-Auftritt bekannt gemacht wird.


Spenden kann man einmal für die neuen Spanten (diesen Link anklicken)
          oder
man möchte für den Innenausbau spenden (diesen Link anklicken). 

Mit diesem Spendenaufruf möchten wir Sie und euch darum bitten, diese Spendensammlung bei allen Bekannten und Verwandten publik zu machen und zu bewerben. Jede Spende ist steuerlich absetzbar, wir stellen gerne eine Spendenbestätigung aus.

Wir hoffen – unter der Voraussetzung, dass wir die Finanzierungslücken füllen können – im Spätsommer wieder Tagesfahrten und ab der Saison 2023 auch wieder längere Ausbildungstörns machen zu können. Spätestens dann kann die ASTARTE auch wieder die Gelder selber einfahren, die der Verein benötigt, um das Schiff weiter betreiben zu können.“

10. Mai 2022

Rückblick auf die Jahreshauptversammlung 2022

Knapp hundert Teilnehmer, angenehme Atmosphäre und spannende Themen: Das war unser Fazit der diesjährigen Mitgliederversammlung im Fischbahnhof in Bremerhaven. Jörg Schinzer, unser Vorsitzender, führte durch die knapp dreistündige Veranstaltung, auf der u.a. Insa Sülberg als Schriftführerin und Bernd Voigt als Small Ships-Vertreter wiedergewählt wurden und Milena Müller als Jugendsprecherin neu gewählt wurde.

Eigentlich, ja eigentlich, wollten und konnten Präsidium und Rat der S.T.A.G. den vielen Mitgliedern nur positive Nachrichten überbringen, z.B. dass die S.T.A.G. die coronabedingten Probleme recht gut bewältigt hat, ebenso wie ihre Mitgliedsschiffe, die Zahl der Mitglieder ist recht konstant und damit auch die Beiträge. Stattdessen war es das Gebot der Stunde, sich zu Beginn der Jahreshauptversammlung von den Sitzen zu erheben und mit einer Schweigeminute der Opfer des grausamen Krieges gegen die Ukraine zu gedenken.

Auch wenn die politische Situation im Augenblick wenig Grund zum Optimismus bietet, kann die S.T.A.G. recht zuversichtlich in die Zukunft blicken: Dank der über 3000 Mitglieder stehen auch in diesem Jahr wieder ausreichend Mittel zur Verfügung, um allen berechtigten Jugendlichen (max. 25 Jahre) das traditionelle Segeln zu ermöglichen. In diesem Jahr können auch wieder die erfolgreichen Jugendtörns stattfinden. Vor allem segelunerfahrene Jugendliche sollen auf diesen Reisen erstmals richtige „Seeluft schnuppern“. Für die 35 Mitgliedsschiffe stehen wieder über 70.000€ bereit, um bei Existenz bedrohenden technischen Problemen zu helfen. Übereinstimmend teilten deren Repräsentanten mit, dass das Interesse, endlich wieder an Törns teilzunehmen, überwältigend sei, darunter auch viele, die dies zum ersten Mal „wagen“. Erfahrungsgemäß sind das diejenigen, die später begeistert an den sog. „Tüdelkursen“ – den Kursen zur traditionellen Seemannschaft – teilnehmen. Diese erfolgreichen Wochenendseminare hatte Jochen Garrn, Ehrenmitglied und „Sailtrainer des Jahres“, entwickelt und seine Kenntnisse bereitwillig weitergegeben. So können nun auch nach seinem Tod 2020 die Mitglieder seines Teams diese Ausbildung weiterführen. Jochen Garrns Standardwerke „Handbuch für Decksleute“ und „Handbuch für Bootsleute“ konnten nach dem großzügigen Verzicht der bisherigen Inhaber der Veröffentlichungsrechte von der S.T.A.G. wieder herausgegeben werden und stehen nun allen Interessenten zur Verfügung (Verkauf über die Geschäftsstelle, bereits über 230 versendet). Die englische Ausgabe wird z.Zt. vorbereitet.

Der einstimmig gebilligte Haushaltsentwurf sieht auch die Weiterführung aller Weiterbildungsmaßnahmen für Patentinhaber und Crew vor. An alle Teilnehmer ging zudem die Aufforderung, Kandidat:innen für den „Jochen Garrn-Preis für traditionelle Seemannschaft“ zu nominieren. Der Preis konnte wegen der Coronapandemie in den letzten beiden Jahren nicht vergeben werden. Volker Klose, langjähriger Präsident der S.T.A.G., verwies in seiner Rede nicht nur auf die intensiven Bemühungen, vor allem Jörg Schinzers, der traditionellen Seemannschaft als immaterielles Kulturerbe die nötige Anerkennung zu verschaffen, sondern auch auf den Deutschen Seeschifffahrtstag in Bremen und Bremerhaven vom 29.9. – 3.10.2022. Dank der intensiven Zusammenarbeit mit den Organisatoren sei die S.T.A.G. nun Bestandteil dieser wichtigen Veranstaltung. Spektakulärer Höhepunkt ist die Parade von einigen hundert Schiffen und Booten am 30. September 2022.

Lena Weweler, deutsches Mitglied des Aufsichtsrates der STI, berichtete von den Entscheidungen, die dort getroffen wurden: So wurden die russischen Windjammer zumindest von den Regatten dieses Jahres ausgeschlossen, die Verträge mit der russischen Reederei SOVCOMFLOT gekündigt, die u.a. das Race for Peace von Korea nach Wladiwostock sponsern wollte. Zudem soll nach zwei Coronajahren in diesem Jahr wieder eine „echte“ internationale Konferenz in Präsenz stattfinden.  Die STI ist recht zuversichtlich, dass die geplanten Tall Ships‘ Races sowohl 2022 als auch 2023 gesegelt werden können. Die Zahl der für die Races dieses Jahres gemeldeten Schiffe gibt jedenfalls Anlass zum Optimismus. Auch die beiden Online-Konferenzen des Youth Councils (2021 und 2022) mit weit über 400 Teilnehmern wurden sehr positiv beurteilt. Der einfache und unkomplizierte Chat mit neuen Freunden auf sieben (!) Kontinenten begeisterte einfach alle. Diese internationale Jugendarbeit unterstützte die S.T.A.G. mit erheblichen Zuschüssen, auch die STI profitierte davon. Alle, die endlich wieder an den großen Regatten teilnehmen wollen, können sich nach den Worten der Vertreter der S.T.A.G. in den internationalen Gremien die berechtigte Hoffnung machen, in den nächsten Jahren vor der „Haustür“ segeln zu können:

2022 – Nordsee/Den Helder – Hartlepool – Fredrikstad – Lerwick – Arendal

2023  – Ostsee/Klaipeda – Helsinki – Tallinn – Turku – Mariehamn – Stettin 

Am Folgetag fand in Bremerhaven auch das Treffen der Repräsentanten der Mitgliedsschiffe statt. Nikolaus Kern, Mitglied der GSHW und Vorsitzender von DJS – Clipper e.V., legte ihnen nahe, den 17. März 2023 im Auge zu behalten: An diesem Tag enden alle Übergangsregelungen, die den Betrieb der Traditionssegler nach den Bestimmungen der „alten“ Schiffssicherheits-Verordnung ermöglichen. Dies gilt auch für die Qualifizierung der Besatzungen: Seedienst-Tauglichkeit, Medical Care-Zeugnisse usw.