PRÄAMBEL

Die „Sail Training Association" organisiert die „Tall Ships

Races", um jungen Menschen aller Nationen ein außergewöhnliches

Erlebnis auf See zu bieten. Dabei steht nicht

die professionelle Ausbildung im Vordergrund, sondern das

Training aller interessierten Jungen und Mädchen unter

Segeln als planmäßige Übung zur Verbesserung körperlicher,

seelischer und sozialer Funktionen.

Die Idee der Erziehung durch die See basiert u.a. auf

Gedanken und Werken des deutschen Pädagogen Kurt Hahn,

Begründer der Salem-Schulen in Deutschland und in Gordonstown,

Schottland. Er rief 1940 die Outward-Bound-Bewegung

ins Leben und stellte den ersten Sail-Training-Schoner in

Dienst. Auf seinen Ideen fußen viele Stiftungen und Vereine,

die sich in der Folgezeit des Jugend-Segelns

angenommen haben, einschließlich der Institutionen, die das

Segeln erfolgreich als Therapie für schwer erziehbare Jugendliche

und Behinderte betreiben. Neben den für die

Teilnehmer unvergesslichen Erlebnissen auf See gewinnen die

Veranstaltungen der STA in den beteiligten Häfen und bei

den Cruises in Company (Geschwaderfahrten, bei denen die

„Trainees“ die Schiffe wechseln) für die internationale

Verständigung der Jugendlichen aus aller Welt immer mehr an

Bedeutung.

Der Zusammenhalt der Sail-Training-Schiffe und ihrer Crews,

angefangen beim kleinen Jugendboot bis hin zu den großen

Segelschiffen, wird international durch „The Sail Training

Association" -in Groß-Britannien als Stiftung registriertauf

ideeller Basis gewährleistet. Schirmherr der „Sail

Training Association" ist seit 1955 H.R.H. The Prince

Philip, Herzog von Edinburgh, selbst einstmals Salem-

Schüler und Autorität seines Landes in allen Fragen der

Erziehung.

Die STA wird gefördert durch staatliche Einrichtungen,

Hafenstädte, Kommunen, Stiftungen, Unternehmen, Jugend-

Organisationen, Vereine etc.

Auf nationaler Ebene ist die Förderung (und die Durchführung)

des Trainings unter Segeln dem „STA-Beauftragten

für die Bundesrepublik Deutschland“ anvertraut, der mit

weiteren ehrenamtlichen Mitarbeitern im Rahmen eines

„Nationalen Komitees“ tätig ist.

Diese ehrenamtliche und gemeinnützige Tätigkeit des nationalen

STA-Beauftragten und des „Deutschen STA-Komitees"

bedarf einer juristisch fundierten Grundlage auf nationaler

Ebene; deshalb wird eine Eintragung in das Vereinsregister

beantragt. Das „Deutsche STA-Komitee" (STAG) wird sich um

die Anerkennung als gemeinnütziger Verein und um die

besondere F.rderungswürdigkeit bemühen.

§ 1 Allgemeines

(1) Die Institution führt den Namen:

STAG - Deutsches Sail Training Komitee

(The Sail Training Association

- German National Committee)

(2) Sitz des Vereins ist Bremerhaven.

Der Verein ist dort in das Vereinsregister einzutragen.

(3) Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 2 Zweck

(1) Das STAG ist eine im Sinne des Vereinsrechts eigenständige

Organisation, die ausschließlich und unmittelbar

gemeinnützige Zwecke im Sinne der Vorschriften über die Gemeinnützigkeit

gem. §§ 51 ff. Abgabenordnung verfolgt.

(2) Zweck des STAG ist es, jungen Leuten, insbesondere

Jugendlichen, unter fachkundiger Leitung auf geeigneten

Sail-Training-Schiffen ein außergewöhnliches Erlebnis auf

See zu bieten. Dabei soll traditionelle Seemannschaft unter

Segeln, als planmäßige Übung zur Verbesserung körperlicher,

seelischer und sozialer Funktionen (Charakter-/Sozialtraining)

im Vordergrund stehen.

(3) Mit dieser Erziehung durch die See soll jungen Leuten

die Möglichkeit gegeben werden, traditionelle Seemannschaft

zu lernen, Teil eines Teams zu sein, unter fordernden

Verhältnissen auf andere Rücksicht zu nehmen, Verantwortung

für sich selbst, für andere und für das Schiff zu übernehmen

und Selbstdisziplin zu üben.

Diese sozialen Verhaltensweisen, insbesondere der Gruppengeist,

sollen gemeinsam erlebt werden; sie sind unentbehrlich

für die Durchführung und das Gelingen gemeinsamer

Unternehmungen und für die Erziehung zu verantwortlichen

Staatsbürgern.

(4) Darüber hinaus soll durch die Teilnahme an den „Tall

Ships Races", an den Geschwaderfahrten und an den Treffen

der Schiffe und Besatzungen in den beteiligten Häfen - die

von der STA in erster Linie für junge Menschen veranstaltet

werden - auch ein besonderes sportliches Erlebnis geboten,

vornehmlich aber die internationale Begegnung und Verständigung

der Jugend aus aller Welt gefördert werden.

(5) Daneben fördert das STAG das „Sail Training“ in der

Bundesrepublik Deutschland

(a) durch Beratung und Unterstützung junger Leute, die

auf Sail-Training-Schiffen die Seefahrt unter Segeln

erleben möchten,

(b) durch Anwerbung, Beratung und Unterstützung von

Organisationen, Stiftungen, Vereinen, Schiffseignern

etc., die mit geeigneten Segelschiffen und Segelyachten

unter zuverlässiger Führung das „Sail-

Training“ junger Leute unter Segeln betreiben,

(c) durch die Beschaffung geeigneter Schiffe und

Ausrüstungen, die gemeinnützigen Einrichtungen - aber

auch staatlichen Ausbildungsstätten für die Seeschifffahrt

- zur Verfügung gestellt werden können, um

jungen Menschen das Sail Training mindestens zum

Selbstkostenpreis zu ermöglichen; diese Institutionen

dürfen dabei nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche

Zwecke verfolgen.

(d) durch Beratung der Verwaltungen und Behörden, der

öffentlichen Einrichtungen, Unternehmen und Organisationen,

die für die an den STA-Veranstaltungen

beteiligten Häfen und Gewässer zuständig bzw. beteiligt

sind und/oder die auf andere Weise das STAG bei

der Verfolgung seiner Ziele unterstützen.

Neben der Vorrangigkeit der Förderung der Jugendpflege

und der Jugendfürsorge kann auch älteren, geigneten Personen

die aktive Beteiligung am Sail Training ermöglicht

werden.

(6) Ferner pflegt das STAG die Verbundenheit mit der internationalen

STA und den angeschlossenen Seglern, Organisationen

und Vereinigungen in der Bundesrepublik und in

aller Welt.

(7) Die dem STAG zur Verfügung stehenden Mittel werden nur

und ausschließlich für die in den Absätzen (1) bis (6)

aufgeführten Zwecke eingesetzt und zwar nur insoweit, als

dafür keine anderen Institutionen in Anspruch genommen

werden können und hierfür keine öffentlichen Mittel zur

Verfügung stehen.

(8) Das STAG ist selbstlos tätig, im Sinne des §55 AO bzw.

der diese etwa ersetzenden Vorschriften. Es verfoigt nicht

in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

§ 3 Mitgliedschaft

(l) Ordentliches Mitglied kann jede natürliche Person ab

Vollendung des 18. Lebensjahres werden, die sich zur aktiven

Mitarbeit an den Zielen und Zwecken des STAG bereit

erklärt.

(2) Ordentliche Mitglieder können ferner juristische Personen,

nichtrechtsfähige Vereinigungen, eingetragene Vereine,

Anstalten und Stiftungen des öffentlichen und privaten

Rechts sowie Behörden und Unternehmungen werden,

sofern diese aktiv „Sail Training“ betreiben, an der Förderung

des „Sail Training“ in der Bundesrepublik maßgeblich

beteiligt sind oder ehrenamtiiche Funktionen im Rahmen

dieser Satzung innehaben.

(3) Gastmitglieder/fördernde Mitglieder können natürliche

und juristische Personen werden. Diese unterstützen das

STAG in seinen Aufgaben und Zielen in materieller und/oder

ideeller Hinsicht. Sie haben ein beratendes Stimmrecht.

Sofern ihnen Funktionen innerhalb des STAG übertragen

werden, gewinnen natürliche Personen die ordentliche Mitgliedschaft

und das Stimmrecht.

(4) Ehrenmitglieder können nur natürliche Personen werden.

Sie haben volles Stimmrecht und können nicht in den Rat,

wohl aber in das Präsidium gewählt werden.

5) Über Anträge auf Gewährung der Mitgliedschaft beschließt

der Rat nach freiem Ermessen unter Berücksichtigung der

Kriterien in den Absätzen (l) bis (3).

Die Ehrenmitgliedschaft wird durch die Mitgliederversammlung

auf Vorschlag des Rates oder des Präsidiums

verliehen. Ehrenmitglieder sind Persönlichkeiten, die sich

um das Sail Training national und international besonders

verdient gemacht haben.

(6) Die Mitgliedschaft endet durch

(a) Tod des Mitgliedes bzw. Auflösung einer

Institution.

(b) Ausschluß mit 2/3-Mehrheit des Ratsbeschlusses,

wenn sich ein Mitglied beharrlich weigert, seinen

satzungsmäßigen Pflichten nachzukommen oder diese

zu erfüllen,

- das Ansehen des STAG durch sein Verhalten gröblich

schädigt,

- seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt und

trotz Mahnung mit mehr als 2 Jahresbeiträgen im

Rückstand ist,

(c) eine durch eingeschriebenen Brief an den Vorsitzenden

des Rates gerichtete Austrittserklärung unter

Einhaltung einer vierteljährlichen Kündigungsfrist

zum Ablauf des Kalenderjahres.

(7) Ein Mitglied, das aus dem STAG ausscheidet oder ausgeschlossen

wird, hat keinen Anspruch an das Vereinsvermögen.

Gezahlte Beiträge/Spenden werden nicht zurückerstattet.

§ 4 Beiträge / Spenden

(1) Beiträge, Aufnahmegelder etc. werden bei der Jahreshauptversammlung

von den Mitgliedern festgesetzt und mit

einfacher Mehrheit beschlossen.

Die Beiträge etc. werden erstmalig in der Gründungsversammlung

festgelegt und mit einfacher Mehrheit beschlossen.

(2) Ehrenmitglieder sind von der Beitragspflicht befreit.

(3) Auf besonderen Antrag kann der Rat Beiträge für

einzelne Mitglieder ermäßigen oder Mitglieder von der

Beitragspflicht befreien, wenn dies dem Zweck des STAG

förderlich ist.

(4) Ordentliche Mitglieder, Gastmitglieder, fördernde

Mitglieder, Ehrenmitglieder aber auch Nichtmitglieder

können Geld- und Sachspenden in beliebiger Höhe an das STAG

leisten. Das STAG verpflichtet sich, sämtliche Spenden im

Rahmen der Zweckbestimmung (§2) nur für solche Zwecke zu

verwenden, die allgemein als besonders f.rderungswürdig im

Sinne des §10 (1) EStG anerkannt sind (Anlage 7 zu EStG).

§ 5 Organe

(1) Die Organe des STAG sind

(a) das Präsidium,

(b) der Rat,

(c) die Mitgliederversammlung.

(2) Für die Bearbeitung besonderer Angelegenheiten kann

der Rat einzelne Personen oder Ausschüsse einsetzen.

(3) Die Ämter der Mitglieder in den Organen sind ehrenamtlich

wahrzunehmen. Der Rat kann auf Antrag in

besonderen Fällen Aufwendungsersatz bewilligen.

§ 6 Präsidium

(1) Die Mitglieder des Präsidiums werden einstimmig durch

den Rat für die Dauer von mindestens 3 Jahren gewählt. Die

Mitgliedschaft im Präsidium kann auf Lebenszeit ausgesprochen

werden.

(2) Das Präsidium berät den Rat. Es soll mindestens einmal

im Jahr zusammentreten und kann hierzu Mitglieder des Rates

laden.

§ 7 Rat

(1) Der Rat besteht aus mindestens 5, höchstens 15 Mitgliedern.

Mitglieder des Rates können nur ordentliche Mitglieder

und natürliche Personen sein.

(2) Die Wahl der Ratsmitglieder hat durch die ordentliche

Mitgliederversammlung für die Dauer von 3 Jahren zu erfolgen.

Der Rat bleibt bis zur Neu- bzw. Wiederwahl im Amt.

Vorschlagsberechtigt ist jedes stimmberechtigte STAGMitglied.

(3) Die Mitgliederversammlung wählt den Vorsitzenden des

Rates, den stellvertretenden Vorsitzenden, den Schatzmeister,

den Schriftführer und den Jugendobmann sowie

Beisitzer für besondere Aufgaben, falls dies für notwendig

erachtet wird.

(4) Der Rat wird durch den „STA-Beauftragten für die

Bundesrepublik Deutschland“ ergänzt (§10). Der Rat wird

ferner ergänzt durch die regionalen Beauftragten

(erweiterter Rat), sofern diese dem gewählten Rat nicht

angehören. Die Mitglieder des erweiterten Rates und des

Präsidiums nehmen an den Sitzungen des Rates mit beratender

Stimme teil.

Scheidet ein Mitglied des gewählten Rates vor Ablauf seiner

Amtsperiode aus, so führen die verbliebenen Ratsmitglieder

seine Amtsgeschäfte für den Rest der Amtsperiode fort. Eine

Neuwahl des gesamten Rates ist erforderlich, wenn nur noch

3 vollstimmberechtigte Ratsmitglieder vorhanden sind. Der

Rat ist berechtigt, Beisitzer für besondere Aufgaben zu

berufen. Diese Beisitzer sind kommissarisch tätig und haben

im Rat beratendes Stimmrecht bis zur Bestätigung als Beisitzer

durch die ordentliche Mitgliederversammlung.

(5) Der Rat führt die Geschäfte des STAG und bestimmt über

die Verwendung der Mittel im Rahmen der Satzung und des von

ihm zu erstellenden und von der Mitgliederversammlung zu

genehmigenden Haushaltsplans. In dringenden Fällen ist der

Rat zu Abweichungen vom Haushaltsplan berechtigt, wenn die

Mehrheit des gesamten Rates zustimmt.

(6) Vorstand im Sinne des §26 (2) BGB sind der Vorsitzende

des Rates, der Schatzmeister, der stellvertretende Vorsitzende

und der Schriftführer. Je zwei vertreten das STAG

gemeinsam. Im Innenverhältnis sind der stellvertretende

Vorsitzende und der Schriftführer nur vertretungsberechtigt,

wenn der Vorsitzende und der Schatzmeister verhindert

sind.

(7) Der Rat bestimmt in einer Geschäftsordnung (GO) die

weiteren Zuständigkeiten der Mitglieder des Rates. Diese

Geschäftsordnung ist den Mitgliedern auf Verlangen mitzuteilen.

(8) Zu den Sitzungen des Rates ist unter Angabe der

Tagesordnung und Einhaltung einer Frist von mindestens 14

Tagen einzuladen. Der Rat ist beschlussfähig, wenn drei

stimmberechtigte Ratsmitglieder anwesend sind, darunter

ein Mitglied des gesch.ftsführenden vorstandes (§ 26 BGB).

Auf Antrag von 1/3 der Ratsmitglieder kann eine

außerordentliche Ratssitzung mit Wochenfrist einberufen

werden. In Notfällen kann der Rat kurzfristig einberufen

werden.

(9) Beschlüsse des Rates werden mit einfacher Mehrheit

gefasst, soweit die Satzung nichts anderes bestimmt. Bei

Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

Über die Beschlüsse des Rates ist eine Niederschrift anzufertigen,

die vom Vorsitzenden des Rates (oder vom stellvertretenden

Vorsitzenden) und dem Schatzmeister (oder vom

Schriftführer) zu unterzeichnen ist.

(10) Die Tätigkeit im Rat ist ehrenamtlich. Anreisekosten

werden nur in besonderen Fällen erstattet.

(11) Der Rat ist berechtigt, Einstellungen und Entlassungen

vorzunehmen.

(12) Der Rat ist berechtigt, Ausschüsse unter dem Vorsitz

eines Mitgliedes des Rates zu bilden.

§ 8 Mitglieder-Versammlung

(1) Eine ordentliche Mitgliederversammlung soll mindestens

einmal im Jahr stattfinden und zwar möglichst vor Ablauf

des 1. Quartals eines Kalenderjahres. Die Einladung erfolgt

schriftlich durch den Vorsitzenden des Rates oder, bei

dessen Verhinderung, durch den stellvertretenden Vorsitzenden

unter Mitteilung der Tagesordnung und unter

Einhaltung einer Frist von einem Monat.

(2) Außerordentliche Mitgliederversammlungen sind in der

gleichen Form wie ordentliche Mitgliederversammlungen einzuberufen,

wenn der Rat dieses mit 2/3-Mehrheit beschlossen

hat oder wenn mindestens 25% der ordentlichen Mitglieder

dieses schriftlich unter Angabe der Gründe beantragen.

(3) Die Mitglieder-Versammlung ist beschlussfähig ohne

Rücksicht auf die Zahl der erschienenen Mitglieder. In der

Einladung zu den Mitgliederversammlungen ist auf diese

unbedingte Beschlussfähigkeit hinzuweisen.

(4) Über Anträge auf Abänderung der Satzung oder Auflösung

des STAG kann nur abgestimmt werden, wenn diese den Mitgliedern

mit der Einladung mitgeteilt worden sind. Sonstige

Anträge zur Tagesordnung sind dem Rat mindestens 2 Wochen

vorher schriftlich einzureichen und den ordentlichen Mitgliedern

innerhalb einer Woche zuzustellen.

(5) Bei der Beschlussfassung entscheidet die Mehrheit der

anwesenden stimmberechtigten Mitglieder. Im Fall einer

Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt.

Beschlüsse über Satzungsänderungen sowie über die Auflösung

des STAG bedürfen einer Mehrheit von 3/4 der abgegebenen

Stimmen, vorausgesetzt, dass mindestens 25% der stimmberechtigten

Mitglieder anwesend sind.

(6) Über jede Mitgliederversammlung ist eine Niederschrift

anzufertigen, die vom Vorsitzenden des Rates und vom

Schriftführer (oder deren Stellvertreter) zu unterzeichnen

ist.

(7) Die Mitgliederversammlung ist insbesondere für folgende

Aufgaben zuständig:

(a) Wahl des Rates, vorbehaltlich der Sonderrechte gem.

§10,

(b) Verleihung der Ehrenmitgliedschaft,

(c) Entlastung des Rates für das abgelaufene Geschäftsjahr,

Feststellung des Haushaltsplans, Festsetzung der

Mindestbeiträge,

(d) Wahl der Rechnungsprüfer,

(e) Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins.

(8) Ordentliche Mitglieder und Ehrenmitglieder haben

jeweils eine Stimme. Stehen mehrere ordentliche Mitglieder,

die juristische Personen sind, unter einer Leitung, so hat

diese Gruppe pro Mitglied eine Stimme, insgesamt aber nicht

mehr als 3 Stimmen.

§ 9 Haushaltsführung, Verwendung der Mittel

(1) Vor Beginn eines jeden Geschäftsjahres hat der Rat

einen Haushaltsplan aufzustellen, der von der Mitgliederversammlung

zu genehmigen ist. Die Mitglieder erhalten

keine Gewinnanteile und in ihrer Eigenschaft als Mitglieder

auch keine sonstigen Zuwendungen des STAG, ausgenommen

einen jeweils vom Rat zu beschließenden Aufwendungsersatz

bei Wahrnehmung besonderer Aufgaben.

(2) Die Mitglieder haben beim Ausscheiden keinen Anspruch

auf das Vermögen des STAG. Es darf keine Person durch

Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder

durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

Die Mittel des STAG dürfen nur für satzungsmäßige Zwecke

(§2) verwendet werden. Im laufenden Geschäftsjahr nicht

verausgabte Beträge werden auf das folgende Geschäftsjahr

übertragen.

(3) Die Entlastung für Kassen- und Rechnungsprüfung erteilt

die Mitgliederversammlung. Zuvor ist die Kassen- und

Rechnungsprüfung durch gewählte Rechnungsprüfer zu überprüfen.

§ 10 Sonderrechte

(1) Der „STA-Beauftragte für die Bundesrepublik Deutschland“

ist stimmberechtigtes Mitglied des Rates und ist zu

den Sitzungen des Rates einzuladen, sofern er nicht selbst

zum Vorsitzenden gewählt worden ist. Er ist berechtigt, auf

Mitgliedschaft und Stimmrecht im Rat zu verzichten, sofern

er Mitglied des Präsidiums ist.

(2) Tritt der „STA-Beauftragte für die Bundesrepublik

Deutschland“ von seinem Amt zurück, so ist er berechtigt,

der „Sail Training Association“ (Sitz in Groß-Britannien)

einen Nachfolger vorzuschlagen. Verzichtet er auf dieses

Recht, so werden Präsidium und Rat des STAG in gemeinsamer

Wahl einen Nachfolger benennen, den der ausscheidende „STABeauftragte

für die Bundesrepublik Deutschland“ der "Sail

Training Association" mit Sitz in Groß-Britannien zur

Ernennung vorschlagen wird.

(3) Der deutsche nationale STA-Beauftragte ernennt für die

Bundesrepublik Deutschland „Regionale STA-Beauftragte“, die

ihn bei seinen Aufgaben unterstützen.

§ 11 Satzungsänderungen

(1) Beschlüsse über Satzungsänderungen und über die

Auflösung des STAG sind dem zuständigen Finanzamt mitzuteilen.

Satzungsänderungen, welche die in §2 genannten

gemeinnützigen Zwecke betreffen, bedürfen der Zustimmung

des zuständlgen Finanzamtes.

(2) Der Rat hat das Recht, etwaige redaktionelle Satzungsänderungen,

die vom Vereinsregister des Amtsgerichtes oder

vom Finanzamt gewünscht werden, selbständig ohne erneute

Befragung der Mitgliederversammlung vorzunehmen.

§ 12 Auflösung des STAG

Im Falle der Auflösung des STAG oder bei Wegfall des

gemeinnützigen Zwecks nach den bisher geltenden Rechtsgrundsätzen,

fallen die Sachwerte des verbleibenden

Vermögens an die "Stiftung Ausbildungsschiffe". Sollte

diese Stlftung nicht mehr bestehen, werden die Sachwerte

einer anderen gemeinnützigen Institution übertragen, die

den Zwecken des STAG nahesteht. Das überschie.ende

Barvermögen fällt an die "Deutsche Gesellschaft zur Rettung

Schiffbrüchiger". Die begünstigten Institutionen haben das

übertragene Vermögen ausschließlich und unmittelbar zu

gemeinnützigen Zwecken zu verwenden.

§ 13 Gerichtsstand, Erfüllungsort

Gerichtsstand und Erfüllungsort sind Bremerhaven.

Für seine Verbindlichkeiten haftet das STAG lediglich mit

seinem Vereinsvermögen.

Bremerhaven. den 15. April 1984

gez. Gründungsmitglieder:

Manfred Hövener
Heinrich Kramer

Paul Hertrampf (für Flensburg)
Gerhard Schlechtriem

Siegfried Schadagies

Hans-Werner Burmeister (für Hamburg)

Karl-Heinz Kleeberg

Allrich Linneweber Frank Hartmann

Hellmut Be11mer

Dr. Walter Delius

Heinrich Woermann

Prof. Dr.-Ing.

Karl Terheyden

Gottfried Clausen

Jochen Morgenroth (für Kiel)

Alfred Harms

Hartmut Schäfer

Hans-Jürgen Krams (für Bremerhaven)

Satzung als PDF