Du hast erst jetzt von der Förderung erfahren, dein Törn ist aber schon vorbei? Kein Problem! Bis 4 Wochen nach Reiseende kannst du noch einen Antrag stellen. Durch eines unserer Stipendien kannst du deinen Törnbeitrag nachträglich reduzieren. Natürlich gilt das auch für alle kommenden Törns auf den S.T.A.G.-Mitgliedsschiffen.

Antrag und Kontaktmöglichkeiten findest du hier.

 

Kurz nach der Sail Bremerhaven hat das BSH den neuen Lehrgang "Verlängerung nautischer Patente" genehmigt. Erste Termine sind bereits festgelegt und starten in Kürze.

Mehr Informationen zum Lehrgang findest du hier.

Weitere News findest du weiter unten.
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Ihr habt es gesehen: Unsere Homepage ist neu und dazu haben wir auch neue Flyer erstellt. Der Relaunch war jetzt nach einigen Jahren dringend nötig, und gern wollen wir eure Meinung hören! Fehlt euch etwas? Findet ihr etwas besonders schön und gelungen?

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Unser neuer Flyer

Aktuelles

Freie Plätze auf der Grossherzogin Elisabeth - freie Plätze

S.T.A.G.-Mitgliedsschiff Segelschulschiff „Großherzogin Elisabeth“ war über zwei Monate in der Werft und startet nun in die Saison. Für ihren Törn vom 07.05. - 16.05. von Elsfleth-Edinburgh sind noch Kojen frei (€ 945 inkl. Verpflegung, Kontakt unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Nachbericht: Mitgliederversammlung 2016

Die Sail Training Association Germany (S.T.A.G.) blickt erneut auf ein aktives Jahr zurück, wie sie vergangenen Samstag bei ihrer Jahreshauptversammlung im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven gegenüber rund 110 Teilnehmern bekannt gab.


Der 1. Vereinsvorsitzende Jörg Schinzer begrüßte dabei auch Dr. Ursula Warnke, die als Direktorin des Museums bekräftigte, zukünftig verstärkt mit der Traditionsschiffer-Szene zu kooperieren. Im darauf folgenden Rechenschaftsbericht des S.T.A.G.-Rates informierte er über einen leichten Mitgliederrückgang im Jahr 2015, der durch verstärkte Aktivitäten im Bereich Jugendförderung und durch einen neu gegründeten nautisch-technischen Förderausschuss verringert werden soll.


Die S.T.A.G. bietet im kommenden Jahr ausgeweitete finanzielle Unterstützung für Jugendliche und junge Erwachsene an, die das Segeln auf einem der rund 30 traditionellen Mitgliedsschiffe probieren möchten. Wie Förderausschussvorsitzende Ramona Rehfeld betonte, sei diese Förderung unkompliziert zu beantragen und mit einer geringen kreativen Gegenleistung beispielsweise in Form eines Newsletterbeitrags verbunden. Auch die Aus- und Weiterbildung von Stammbesatzungen auf traditionellen Seglern steht im Fokus der Vereinsarbeit. Zudem können Mitgliedsschiffe auf einen Fördertopf für dringende Reparaturarbeiten zugreifen.


Nach einer ausgiebigen Diskussion einigte sich die Versammlung darauf, den Haushaltsplan 2016 zu genehmigen, in dem erstmals seit 10 Jahren eine garantierte Zuwendung an die Deutsche Stiftung Sail Training aufgehoben wurde. Der Rat begründete dies unter anderem mit einer angespannten Haushaltslage und dem nicht einzuschätzenden Rückgang der Mitgliedszahlen, und führte aus, dass die S.T.A.G. selbstverständlich weiterhin 1. Stifter des Nachfolgeschiffes „Alexander von Humboldt II“ bleiben werde.


Isabel Nürnberger und Felix Mumberg legten ihre Arbeit im S.T.A.G.-Jugendteam aus beruflichen und privaten Gründen nieder; als Nachfolgerin wurde Elisa Schneider gewählt, die bereits in den Vorjahren dem Jugendteam während verschiedener Projekte erfolgreich assistiert hatte. Als kommissarischer Jugendobmann wurde Georg Fimpel bekannt gegeben. Erstmals wurden durch die Mitgliederversammlung auch Vertreter der Schiffe im Rat bestätigt, dabei stellte sich Bernd Voigt als Vertreter der S.T.A.G. „Small Ships“ und Ella Janotte für die „Tall Ships“ vor. Die beiden neuen stimmberechtigten Ratsmitglieder wollen in den kommenden Jahren die Zusammenarbeit mit den Mitgliedsschiffen verbessern und eigene Projekte durchführen. Im Namen des gesamten Rates bedankte Jörg Schinzer sich bei den Ehrenamtlichen, die „das Schiff S.T.A.G. auf Kurs halten“ und rief zu weiterem Engagement bei der Förderung der gemeinnützigen Arbeit des Vereins und bei der Neumitgliedergewinnung auf.

Törnbericht von Sarah Skerhut: Allzeit eine gute Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel

Unser Mitglied Sarah war im Sommer 2015 als eine von vielen geförderten Jugendlichen auf unserem S.T.A.G.-Mitgliedsschiff „Johann Smidt“ unterwegs. Als Gegenleistung für den finanziellen Zuschuss hat sie uns ihren Bericht zukommen lassen:

Die   Johann   Smidt   war   vom   11.07.15   bis 21.07.15 in Norwegen unterwegs. Die 35 Mitglieder   des   Törns   Nummer   3040,   STI Cruise   in   Company, trafen   sich in Bergen, Norwegen, wo die gemeinsame Reise beginnen und 10 Tage später wieder enden sollte. Die Häfen von Floroe, Geiranger, Alesund und Maloy wurden angepeilt. So konnte die Crew nicht nur Norwegens Gewässer, sondern auch das Festland erforschen. Das eigentliche Ziel der Reise waren jedoch die Tall Ship Races 2015! Bei dem eigentlichen Race nahm unser Törn jedoch nicht teil, wir waren eher zu den Festlichkeiten da. Reiseleiter   und   Captain   Heiner Grübmeyer sorgte für die organisatorische und inhaltliche Struktur an Bord. Udo und Stefan sorgten für eine 1A Verpflegung zu Wasser und auch an Land. Die 7 Wachen, die auf 24 Stunden verteilt waren,   sorgten   dafür,   dass   jede   der   drei Wachgruppen mindestens 2 Wachen (à 3-4 h) an einem Tag hatten. Die einzige Tageszeit-Orientierung boten da nur noch das Tageslicht und   die   Mahlzeiten.   Das   Verlieren   von sämtlicher   Tagesstruktur   ist   im   Nachhinein betrachtet jedoch einer der Hauptgründe, der die Segelreise erholsam gemacht hat.

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Körperlich betrachtet   war   der   ganze   Törn   definitiv anstrengender als erwartet. Die frische Luft und die Wachen haben dafür gesorgt, dass man auch am helllichten Tage gerne noch mal in den   Schlafsack   gekrochen   ist   für   ein   paar Stunden. Gerade auch bei viel Regen und Wind   war es nicht immer leicht, die Körperwärme konstant zu halten, wenn alles an Ölzeug und warmen Klamotten bereits durchnässt war und die Heizung nicht hinterher kam. Seekrank   waren   bei   stärkerem   Wellengang auch einige, jedoch konnten wir unsere Tour problemlos weiter fahren. An Bord war auch alles an Seglern dabei: vom absoluten Anfänger   bis zur Nautikerin. Für jeden waren die richtigen Aufgaben da, sodass schon nach wenigen Tagen die Kommandos in den   Wachen   problemlos   ausgeübt   werden konnten. Jeder der wollte, konnte sogar mal navigieren. Das war sehr cool! Um die ca 140 sm und die 5 Zwischenstopps in den 10 Tagen unterzukriegen, mussten wir uns etwas ranhalten. Am Samstag den 18.7. war bereits die Auslaufparade in Aalesund! Alle bekamen passende T-Shirts und Armbänder der TSR 2015. Dort repräsentierten wir dann unser Schiff als Mädchen bzw. Haie verkleidet zu einer Live Dancing/Singing   Performance zu dem Lied „Kleiner Hai“. Mit Bikinis über dem langärmeligen Klamotten, Haiflossen auf dem Kopf , Gummistiefeln an den Füßen, Schwimmreifen um den Bauch und Seifenblasen gaben wir also unser Bestes, um die anderen Paradenmitglieder zu übertönen. Auch in Maloy war ein Teil   des STI-Programms der Talls Ship Races. Ich erinnere mich gerne an die gemeinsame Zeit auf der Johann Smidt zurück, an den -manchmal anstrengenden- Segler-Alltag,   das „mit-Freuden-eng-auf-einem-Platz-leben“, die schönen Städte zu erkunden und dabei tolle Leute kennen zu lernen, ein Teil einer riesigen Parade zu sein, sehr lecker (und   sogar glutenfrei!!) bekocht zu werden und natürlich sehr viel zu lachen. Abschließend betrachtet bin ich sehr froh dass ich diese spannende und schöne Erfahrung bei Clipper machen konnte! Der Verein bietet noch viele andere Törns an, auch in ganz anderen Klimazonen. Doch egal ob Nordsee, Ostsee oder Mittelmeer, eins bleibt klar, wir wünschen Hals- und Schotbruch und stets eine Handbreit   Wasser unterm Kiel!

Als Maschinist auf der Johann Smidt: Ohne Stammcrew geht es nicht

Jungen Menschen auf See ein außergewöhnliches Ereignis zu bieten, die Erziehung durch die See, das steckt hinter der Idee „Sail Training“. Ohne erfahrene Stammcrews geht dies nicht. Viele Stammcrewmitglieder haben selbst als Trainee auf Traditionsschiffen erste Seeluft geschnuppert, andere Stammcrewmitglieder sind erfahrene Berufsseeleute. Oft ergibt sich hieraus eine tolle Mischung unterschiedlicher Charaktere, Berufe und Generationen innerhalb der Stammcrew, die dann den Jugendlichen – den Trainees – umso vielfältigere Eindrücke und Fertigkeiten vermitteln kann. Sail Training lebt von der Begeisterung der Stammcrew, die ehrenamtlich ihre Begeisterung für die Traditionssegelei weitergibt. Wie viel dies auch der Stammcrew geben kann, hat Reiner Maue, Maschinist auf der „Johann Smidt“ unseres Mitgliedsvereins CLIPPER Deutsches Jugendwerk zur See e.V. in einem Bericht geschildert.

Es ruft mich an Bord – immer noch und immer wieder

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So geht das nicht weiter!

Ich muss etwas gegen den alltäglichen Trübsinn tun, der mich immer wieder zwischen den mit Autos zugeparkten Häuserschluchten befällt, und ich muss zugleich etwas gegen den Ingrimm in meiner an Land trockengelegten Seemannsseele unternehmen, denn ich merke, wie allein moralisch geprägte Rücksichten gegenüber meiner Umwelt mich in der Spur eines ganz normalen routinemäßigen Alltagslebens hier an der Küste in der schönen Fördestadt Flensburg halten.

Eines wird mir klar: Ich muss wieder an Bord, muss das gurgelnde Geräusch des an der Bordwand entlanggleitenden Seewassers hören und mir den dieselgeschwängerten Geruch des Maschinenraumes mit seiner typischen Lärmkulisse durch die Nase ziehen lassen.

Um es kurz zu machen: Es ruft mich zurück an Bord. Und der Ruf ist so unwiderstehlich wie der vor mehr als 50 Jahren, als ich in Hamburg am Altonaer Seemannsheim vor dem Küstenmotorsegler „Minna Catharina“ stand, und meinen Pappkoffer an Deck stellte. Lange ist es her, aber niemals vergessen, denn auch meine Sehnsucht heute nach dem nassen und salzigen Teil unseres Planeten ist und bleibt Bestandteil meiner Gefühlswelt.

Wie sollte sich aber diese Sehnsucht nach Wind und Wellen im Rentenalter erfüllen? Um Himmels willen nicht als Passagier auf Kreuzfahrern, nicht auf diesen schwimmenden Hotelanlagen, mit Spielsälen, Shoppingcentern, Fress- und Sauftempeln. Dergleichen beleidigt mein seemännisches Wertgefühl als technischer Salzbuckel. Da tat sich überraschenderweise eine Problemlösung in Gestalt des Toppsegelschoners „Johann Smidt“ vom Verein „Clipper“ auf. Hier fand ich mein vertrautes Betätigungsfeld wieder und das Meer begrüßte mich auch gleich mit stürmischem Wetter, als ich zu meiner ersten Reise in Las Palmas auf Gran Canaria an Bord ging.

Ich fuhr wieder zur See, wenngleich nur zeitweise über wenige Wochen, aber immerhin jeweils so lange, dass sich der alte Seemannsgang wieder einstellte. Nun gehörte und gehöre ich zur Stammcrew des 36 m langen Zweimasters „Johnny“, wie wir von der Stammcrew den Großsegler liebevoll nennen, und befahre nicht nur die europäischen Küsten, sondern auch die Karibik mit den „Inseln über den Winden“, von Kuba zum Nordatlantik bis zu den Bahamas und Bermudas. Und wir von der Crew sind nicht allein an Bord, sondern mit uns fahren bis zu dreißig zahlende Mitsegler, die sogenannten „Deckshands“, aus allen Bevölkerungsschichten und Jahrgängen.

Für uns Männer von der Besatzung, zumeist ex-Seeleute aus der Handelsmarine, gelegentlich eine Steuerfrau oder eine Köchin, erfüllt sich nicht nur der Wunsch nach einer zeitweisen Rückkehr ins feuchte Element der Erde und in unsere seemännische Vergangenheit, sondern zugleich beleben sich all die alten Bilder und Erinnerungen aus den Tiefen des Gedächtnisses. Sie sprechen von überstandenen Abenteuern an Bord oder auf Landgängen in fernen und exotischen Ländern, von guten Tagen und kritischen Momenten im Bordbetrieb. All das taucht aus dem Nebel der Erinnerung auf und besänftigt die Wehmut nach alten Zeiten in unseren Herzen.

Da macht es absolut nichts aus, dass ich und die ganze Stammcrewbesatzung des Schiffes unsere Arbeitskraft, Erfahrung und Kenntnisse für „Gotteslohn“ zur Verfügung stellen und darüber hinaus auch in der Winterzeit ebenfalls fast die gesamten anfallenden Reparaturen, Instandhaltungen und Umbauten mit unserer altersgemäßen, aber noch beeindruckenden und respektablen Leistungskraft durchführen. Diese Arbeiten und die Einsätze in der Fahrt mag ich genau so wenig missen wie meine Kameraden an Bord, denn all das wirkt auf mich wie ein Jungbrunnen und gibt meinem Alter noch einen wertvollen Lebenssinn. Ich erlebe und wiederbelebe dadurch die vertraute, für mich eigentlich untergegangene Arbeits- und Lebenswelt mit ihren verloren geglaubten Gefühlswelten in einer angenehmen, atmosphärisch entspannten Betriebsamkeit mit guten Kameraden, die nicht selten zu Freunden geworden sind.

Das ist die Heuer, die mir ausgezahlt wird. Sie ist von größerem Wert als eine gefüllte „Lohntüte“, denn wir, meine alten Kameraden und ich, in unserem Rentenalter, leben nicht oder nicht mehr für die Zukunft, sondern dafür, dass uns eine glückliche Vergangenheit bleibt, die uns in der Erinnerung Freude, aber auch so manches Mal Trost in allen Lebenslagen spenden kann.

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Wer wie Reiner Maue bei CLIPPER mitsegeln möchte, kann dies noch dieses Jahr tun. So sind etwa auf der „Johann Smidt“ bei dem Törn von Rostock nach Danzig in der Zeit vom 25.06. bis 02.07. noch Plätze frei. Auch für die Teilnahme am STI-Race werden noch Mitsegler gesucht. Dieser Törn beginnt am 25.08. in Rendsburg und endet am 05.09. in Göteburg. Die Anmeldung ist über die Homepage des Vereins CLIPPER (www.segelverein.org) oder über dessen Geschäftsstelle (Tel. 040 822 781 03) möglich. Beide Törns können für Jugendliche durch die S.T.A.G. bezuschusst werden.

Vorstellung: Unsere Schiffsvertreter Ella und Bernd

Seit diesem Jahr unterstützen unsere zwei Mitglieder Ella und Bernd den S.T.A.G.-Rat als Schiffsvertreter. Sie sind unsere Ansprechpartner für die Tall Ships und Small Ships in unserer Flotte und stellen sich hier einmal persönlich vor.

 

Unsere Tall Ships-Vertreterin Ella Janotte:

ellaLiebe Betreibervereine der STAG Schiffe,

Auf dem Betreibervereinstreffen wurde ich zur Vertreterin der Tallships in den Rat gewählt. Deshalb möchte ich mich gerne vorstellen.

Mein Name ist Ella Janotte und ich bin 22 Jahre alt. Derzeit widme ich mich dem Studium der Maritimen Technologien in Bremerhaven. Das heißt, ich versuche zu verstehen, wie man das Meer sinnvoll als Ressource nutzen kann. Ich  bin bisher nur auf der Roald Amundsen mitgesegelt und zähle dort zum Stamm. Allerdings gedenke ich auch noch weitere Schiffe kennenzulernen.

Wenn ihr also Steine auf dem Herzen habt, lasst mich davon wissen und ich werde versuchen als Bindeglied zwischen Rat und Schiffen zu agieren. In diesem Sinne hoffe ich auf eine gute Zusammenarbeit.

Viele Grüße,

Ella

 

 

 

 

 

Unser Small Ships-Vertreter Bernd Voigt:

bernd webAm 30.03.1948 wurde ich in Cuxhaven geboren und bin am Priel zwischen Duhnen und Neuwerk aufgewachsen. 1960 zog ich nach Bremerhaven. Nach Beendigung der Hauptschule lernte ich auf der A.G.Weser "Werk Seebeck" Maschinenschlosser. Anschließend folgten zwei Jahre Seefahrtzeit als Ingenieurassistent, um Maschinist zu werden. Als 1969 verstärkt Drogenprobleme auf den Schiffen auftauchten, verabschiedete ich mich von der Seefahrt und absolvierte die Fachschulreife, vier Jahre Bundeswehr, die Fachhochschulreife, die Nicht-Abiturientenprüfung an der Uni Bremen und das Studium zum Diplom-Sozialwissenschaftler.

Um in der Nähe meiner späteren Frau tätig zu sein, arbeitete ich mehrere Jahre in Düsseldorf in einer Arbeitslosenselbsthilfe-Einrichtungen und später in Bremen beim Senator für Arbeit als Sozialarbeiter /Sozialpädagoge.

Seit 1980 bin ich begeisterter Segler und teile diese Leidenschaft mit meiner Frau. Bis heute chartern wir Segelboote von 9 bis 15 m Länge überwiegend im Mittelmeer und in der Ostsee. Bei mehreren Klassenfahrten begleitete ich meine Frau (Lehrerin) auf 30m-Plattbodenschiffen im Ijsselmeer.

Durch "Navigator-Sail-Training" in Vegesack (Betreiber der auf der BBV gebauten Schiffe) bekam ich 1999 Kontakt zu kleinen Traditionsschiffen. Damit verbunden war die Teilnahme im gleichen Jahr am "Cutty-Sark Tall Ship Race" als Wachführer auf der "Rote Sand".  Als Deckshand angefangen,  über Bootsmann, Wachführer, Co-Skipper segelte ich als Skipper die "Roter Sand" und die "Vegewind" regelmäßig mit Jungengruppen nach Helgoland oder Sylt. Ein ähnlicher Werdegang erfolgte bei der "BBV-Sailing" mit der "Esprit".  Ab 2002 war ich regelmäßig mit der "Verandering" an der Nordseeküste und in der Ostsee unterwegs.  Ab 2007 engagiere ich mich überwiegend  für die "Franzius" und bin hier im Verein als Skipper, Schiffsratsmitglied und "Technischer Vorstand" tätig. Fortbildungsveranstaltungen wie "Leckabwehr" und "Maschinentechnik" führe ich seit mehreren Jahren auf der Franzius durch.

Durch die häufige Teilnahme an den verschiedensten Segelveranstaltungen wie "Kieler Woche" oder "Sail Bremerhaven" habe ich viele Traditionsschiffer kennengelernt. Ich teile ihre Begeisterung, mit der sie ihre Schiffe pflegten und ihr traditionelles Wissen an Trainees weitergeben. Mein Anliegen, die sozialen Kompetenzen junger Menschen weiterzuentwickeln, ist nach meiner Erfahrung auf kleinen Traditionschiffen besonders gegeben, da  die Mitsegler multifunktional  eingesetzt werden, um den Schiffsbetrieb als Gemeinschaftsleistung zu gewährleisten.

Mit meiner Arbeit möchte ich dazu beitragen, dass sich die kleinen Traditionsschiffe in ihrem schweren Stand gegenüber den Behörden und der Konkurrenz der kommerziellen Betreiber behaupten können.